Landesinitiative

Landesinitiative Elektromobilität II

Umweltfreundliche Antriebe fördern

  • Minister Hermann beim Fahrsicherheitstraining für ältere Menschen (Bild: DVR)

    Das Land stellt seinen Fuhrpark so weit wie möglich auf E-Mobilität um. Minister Hermann nutzt für kürzere Strecken eine elektrische A-Klasse

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  • Der neue Dienstwagen des Verkehrsministers, die B-Klasse Electric Drive, Quelle: Daimler AG

    Der neue Dienstwagen des Verkehrsministers, die B-Klasse Electric Drive, Quelle: Daimler AG

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  • Ein Hybridbus der Stuttgart Straßenbahn

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  • Pedelecstation Bietigheim

    Das Land fördert Ausleihstationen für Pedelecs an Bahnhaltepunkten (hier in Bietigheim). Wer etwas weiter wegwohnt von der S-Bahn, kommt mit diesem System einfach und bequem zur Station, ohne sich ein Pedelec anschaffen zu müssen

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Die Landesregierung hat 2011 die Landesinitiative Elektromobilität II beschlossen – ein Maßnahmenpaket, das einen Beitrag zur Umsetzung von klima- und wirtschaftspolitischen Zielen des Landes leisten soll. Für die Landesinitiative Elektromobilität II stehen bis 2015 insgesamt 50 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Dabei arbeiten mehrere Ressorts zusammen:

  • Das Finanz- und Wirtschaftsministerium kümmert sich um Strukturwandelberatung und Beratungsgutscheine.
  • Das Wissenschaftsministerium bearbeitet die Themen Forschungs- und Transferförderung,
    u. a. bei der Verknüpfung der E-Mobilität mit dem öffentlichen Personennahverkehr.
  • Das Umweltministerium kümmert sich um den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur.
  • Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz arbeitet an Demonstrationsprojekten zur Elektromobilität im ländlichen Raum und zum Themenfeld Pendlerströme, u. a. mit Einsatz von Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellen-Omnibussen.
  • Das Verkehrsministerium setzt seinen Schwerpunkt auf die Module Landesfuhrpark, Ladeinfrastrukturförderung, Elektro- und Hybridbusse im ÖPNV und Fahrräder mit Elektromotor an Bahn-Haltestellen. 

CO2-Ausstoß der Landesflotte (in g pro km)

Entwicklung seit Start der Beschaffungsinitiative - ohne den Fuhrpark der Polizei und ohne nachgeordneten Bereich, Hochschulen und Universitätsklinika. 

Die Aktionen des Verkehrsministeriums

Das VM ist für die Beschaffungsinitiative verantwortlich: Dazu gehören die Elektrifizierung des Landesfuhrparks, die Förderung des Aufbaus einer Ladeinfrastruktur in der Region Stuttgart, Elektro- und Hybridbusförderung im ÖPNV, sowie der Aufbau von Verleih- und Abstellstationen von Fahrrädern mit Elektromotor (Pedelecs) an Bahnhaltestationen. Allein knapp 12 Mio. Euro stehen dem VM für diese Beschaffungsinitiative zur Verfügung. 

Landesfuhrpark Landesfuhrpark

  • Das Land unterhält eine Dienstwagenflotte mit rund 700 Fahrzeugen zur Personenbeförderung, die dezentral von den einzelnen Dienststellen betrieben werden. Dort gibt es erhebliches Potenzial zur Senkung klimaschädlicher CO2-Emissionen.

    Welche Ziele werden mit dem Projekt verfolgt?

    Die Landesregierung möchte die CO2-Emissionen für ihre Dienstfahrzeuge zur Personenbeförderung auf einen Flottenmix von 130g/km senken. Dies soll durch die verstärkte Beschaffung von umweltfreundlichen Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie Fahrrädern mit Elektroantrieb (Pedelecs) erreicht werden. Damit will sie ihrer Vorbildwirkung für die Umsetzung zu mehr nachhaltiger Mobilität im Individualverkehr nachkommen.

    Wie sieht die konkrete Umsetzung des Projekts aus?

    Das Projekt Landesfuhrpark ist Teil der sogenannten Beschaffungsinitiative der „Landesinitiative Elektromobilität II“ und steht zudem im baden-württembergischen Schaufenster Elektromobilität LivingLab BWe mobil. Damit die Dienststellen mehr Elektro- und Hybridmodelle in ihren Fuhrpark aufnehmen, die bei Kauf oder Leasing oft wesentlich teurer sind als konventionell betriebene Fahrzeuge, werden die Mittel in Form einer Delta-Finanzierung eingesetzt. Dabei werden die Mehrkosten, die durch die Beschaffung eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges gegenüber einem konventionell angetriebenen Fahrzeug entstehen, abgedeckt. Ein weiterer Anreiz für die Dienststellen besteht darin, dass die eingesparten Energiekosten nicht gegengerechnet werden. Ersetzt werden bei dem Projekt lediglich Fahrzeuge, bei denen ohnehin Leasingverträge auslaufen oder die ausgemustert werden. Außerdem können neben Fahrzeugen auch Pedelecs und batteriebetriebene Kurierfahrzeuge für die Landesflotte angeschafft werden.

    Übersicht zur Antragsstellung

    Projektteilnehmer: Alle Ministerien des Landes sowie deren nachgeordnete Bereiche (u.a. Regierungspräsidien, Oberfinanzdirektionen, Landesbetriebe sowie Landesbeteiligungen in vollständigem Landesbesitz).

    Weitere Fördermöglichkeiten bei der Beschaffung von Elektro- und Hybridfahrzeugen für Unternehmen und Institutionen gibt es im Rahmen des Schaufensterprojekts „Get eReady“.

    Hier finden Sie eine Auswahl aktueller Hybridfahrzeuge und Elektroautos  (Stand: April 2015). Die Bundesregierung hat einen Leitfaden „Elektromobilität - Beschaffung von Elektro- und Hybridfahrzeugen" herausgegeben (Stand: Mai 2013).

Aufbau einer Ladeinfrastruktur Aufbau Ladeinfrastruktur

  • Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Raum Stuttgart

    Um Elektrofahrzeuge auch unterwegs laden zu können, ist eine ausreichende Anzahl öffentlich zugänglicher Ladestationen erforderlich. Deshalb unterstützt das Land eine modellhafte Kooperation des Carsharingunternehmens car2go, der Stadt Stuttgart, der SSB sowie der EnBW. Das Land fördert dabei den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, welche von der EnBW gebaut und betrieben wird.

    Wie fördert das VM den Aufbau einer Ladeinfrastruktur?

    Auch Sie haben bestimmt schon eine oder mehrere dieser Ladesäulen in der Region Stuttgart gesehen,  an denen nicht selten ein Elektrosmart von car2go Strom aus erneuerbaren Energien tankt. Gefördert wurden vom Land 50 % der anfallenden Kosten für den Aufbau der Ladeinfrastruktur. Ziel war es, am Ende des Projektzeitraums in Stuttgart und der näheren Region insgesamt 510 Ladepunkte an ca. 255 Ladesäulen geschaffen zu haben, an denen Elektroautos mit regenerativem Strom getankt werden können. Nutzen können diese Infrastruktur alle Interessierten.
    Informieren Sie sich, wie Sie einen Ladezugang für Ihr Elektrofahrzeug erhalten.

Förderung Elektro- und Hybridbusse Elektrobusse

  • Elektro- und Hybridbusförderung im ÖPNV

    Im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität II werden darüber hinaus Elektro- und Hybridbusse speziell gefördert. Deren Einsatz im öffentlichen Personennahverkehr soll dazu dienen, Elektromobilität im Alltag für einen großen Personenkreis sichtbar und erfahrbar zu machen. Außerdem liefern die Busse einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Abgasen im innerstädtischen Bereich. Deshalb bekommen Verkehrsunternehmen in allen Regionen des Landes Fördermittel für die Beschaffung von Elektro- und Hybridbussen zur Verfügung gestellt. Gefördert werden bei der Anschaffung eines Busses die Mehrkosten eines Elektro- oder Hybridbusses gegenüber einem konventionellen Linienbus mit einem Satz von 50 %, maximal jedoch 150.000 Euro pro Fahrzeug. Anschließend muss der Bus mindestens sechs Jahre im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt werden.

    Beschreibung zu den Förderkriterien und der Antragsstellung
    Das Ministerium fördert auch in anderem Rahmen die Anschaffung besonders umweltfreundlicher Busse.

    Mehr Informationen.

Fahrräder mit Elektromotor (Pedelecs) an Bahnhaltestationen Pedelecs an Bahnstationen

  • Sind Sie auch Pendler und nutzen für den Weg zur Arbeit die Bahn? Dann aufgepasst. Falls Sie täglich von zuhause zuerst mit dem Auto zu Bahnhof fahren müssen und eventuell teure P+R Parkplätze nutzen, oder Ihnen einfach der Fußweg zu lang ist, gibt es jetzt eine Alternative. Legen Sie die „letzte Meile“ von Bahnhof nach Hause bequem mit dem Pedelec zurück. An vielen Bahnhaltestationen werden in den nächsten zwei Jahren Pedelecausleihstationen aufgebaut, die durch das NaMoReg-Projekt E2Rad gefördert werden. Seit Oktober 2013 ist die erste Ausleihstation in Bietigheim-Bissingen bereits in Betrieb. Weitere sollen in Schwieberdingen, Esslingen, Filderstadt, Fellbach, Herrenberg, Holzgerlingen, Kirchheim a. N., Ludwigsburg und Plochingen folgen. Ziel des Projekts ist es die Attraktivität und Flexibilität des ÖPNV durch einen klimafreundlichen, kostengünstigen und individuellen Anschluss des ÖPNV in ländlichen Gebieten zu erhöhen. 

    Was fördert das Land?

    Das Land fördert die Anschaffung der Pedelecs mit 50 % der Beschaffungskosten für die Ausleih-Pedelecs, jedoch mit maximal 2.000 Euro pro Fahrzeug.
    Infos zu genauen Förderbedingungen und der Weg zur Antragsstellung

E-Taxis E-Taxis

  • Im Bild des Straßenverkehrs sind Taxis nicht wegzudenken. Durch die Umstellung auf elektrische Antriebe der Fahrzeuge können lokale Schadstoffemissionen vermieden werden. Taxis können so einen Beitrag zur Umsetzung der klima- und umweltpolitischen Ziele des Landes leisten. Taxis mit Elektro- oder Plug-In-Hybrid-Antrieb sollen zukünftig häufiger auf Baden-Württembergs Straßen zu sehen sein. Das Ministerium für Verkehr fördert als Anteilsfinanzierung die Mehrkosten eines Fahrzeuges mit elektrischem Antrieb gegenüber einem Fahrzeug mit konventionellem Antriebssystem. Die bei Taxiunternehmen in Baden-Württemberg  eingesetzten E-Taxis müssen mindestens 3 Jahre im Einsatz sein.

    Weitere Informationen.


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