Initiative "Grün in Städten und Gemeinden"

Landesinitiative "Mittendrin ist Leben. Grün in Städten und Gemeinden"

Mittendrin ist Leben

  • Gruppenfoto der ausgezeichneten Projekte (Foto: Thomas Niedermueller / niedermueller.de)

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  • Mittendrin ist Leben - Ausstellung im Haus der Wirtschaft

    Quelle: Thomas Niedermueller

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Minister Winfried Hermann zeichnete im Oktober 2013 im Rahmen der Landesinitiative “MITTENDRIN IST LEBEN. GRÜN in Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg“ 39 Projekte aus, die zu einer ökologischen, sozialen und städtebaulichen Aufwertung der Städte und Gemeinden im Land beitragen. Sie stehen exemplarisch für aktuelle Aufgabenstellungen zum Einsatz von GRÜN in den Städten und Gemeinden und zeigen unterschiedlichste Lösungsansätze. Eine Wanderausstellung tourte anschließend durch das Land.

Mehr zu den ausgezeichneten Projekten unter Innen-BW.

Zielsetzung der Landesinitiative

Die Stärkung der Innenentwicklung

  • DIE STÄRKUNG DER INNENENTWICKLUNG von Städten und Gemeinden ist ein zentrales Anliegen der Stadtentwicklungspolitik des Landes. Den Herausforderungen durch demografischen Wandel, Klimaänderung, Endlichkeit natürlicher Ressourcen und globalisierte Handels- und Wirtschaftsprozesse müssen die Kommunen nicht zuletzt durch Konzentration ihrer städtebaulichen Entwicklung auf die Erhaltung, Qualifizierung und Anpassung der vielfältigen kulturellen, sozialen und baulichen Werte unserer gewachsenen europäischen Städte und Gemeinden begegnen. Weitere Siedlungsexpansion im großen Umfang wäre unter den heutigen Rahmenbedingungen ökologisch und ökonomisch verhängnisvoll. Wichtig sind statt dessen starke Zentren, funktionell und sozial ausgewogene Quartiere zum Wohnen, Arbeiten und Erholen, klima- und energiegerechte bauliche Strukturen, stadtverträgliche und lebensgerechte Mobilitätssysteme, integrierte und partizipative Planungsprozesse und insgesamt eine hohe stadtgestalterische Qualität, die auch die Individualität, das Besondere und Eigene eines jeden Ortes unterstützt und fördert.

Grün in Städten und Gemeinden

  • GRÜN IN STÄDTEN UND GEMEINDEN kann auf vielfältige Weise zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Attraktivität in der Stadt, im Ort und im Quartier beitragen. Lebenswerte, klimagerechte, funktionell und gestalterisch hochwertige Innenbereiche wirken dem Siedlungsdruck in die Fläche entgegen und tragen so zur Reduzierung des Flächenverbrauchs, zur Schonung von Landschafts- und Naturräumen und zur Verbesserung der Infrastrukturökonomie durch Konzentration auf den Siedlungsbestand bei.

Grün als städtebaulisches Element

  • GRÜN ALS STÄDTEBAULICHES ELEMENT kann den Siedlungsbestand gliedern und begrenzen; Erholung und Möglichkeiten für Sport, Spiel und Bewegung bieten, zum gesunden Wohnumfeld beitragen, das Mikroklima begünstigen, Wasser speichern, Lärm dämpfen, Lebensraum für Pflanzen und Tiere in der Stadt bieten, öffentliche und private Räume in der Stadt gestalten, verändern, prägen und hat damit auch eine soziale Dimension. Grün erhöht den Wohnwert des Siedlungsbestandes und bietet Raum für individuelle Entfaltungsmöglichkeiten.

Ein Netzwerk grüner Wege

  • EIN NETZWERK GRÜNER WEGE unterstützt ressourcenschonende Mobilität; Grüngestaltung im Straßenraum hat geschwindigkeitsreduzierende Wirkung und verbessert die Wegequalität für FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

Partizipation

  • GRÜNPROJEKTE BIETEN MÖGLICHKEITEN DER PARTIZIPATION und begünstigen die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Gemeinde.

Städte, Gemeinden und private Akteure

  • STÄDTE, GEMEINDEN UND PRIVATE AKTEURE setzen Grün auf vielfältige und kreative Weise bei der Stadtentwicklung und Stadtgestaltung ein. Dies zu zeigen und zu fördern, gute Beispiele zu finden und bekannt zu machen, dabei den landesweiten Austausch von Erfahrungen der kommunalen und privaten Akteure anzustoßen, war Ziel der im November 2012 vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur gemeinsam mit vielen Partnern gestarteten Landesinitiative MITTENDRIN IST LEBEN. GRÜN in Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg. Aufgerufen waren Kommunen und Private, innovative und nachhaltige Projekte, Maßnahmen und Konzepte vorzustellen, die zur Verbesserung der funktionellen, stadtgestalterischen und ökologischen Qualität von Städten und Gemeinden durch den vielfältigen Einsatz von GRÜN in der Stadtentwicklung beitragen.

Kategorien der Projekte

Gesucht waren Projekte, Maßnahmen und Konzepte, die ab dem Jahr 2005 erfolgreich umgesetzt wurden oder sich in der Umsetzung befinden, zu folgenden Themenfeldern und Fragestellungen:

Integrierte Grünkonzepte der Stadtentwicklung

  • In die Gesamtplanung der Stadt- bzw. Gemeindeentwicklung integrierte Grünord-nungs- und Landschaftsplanungen von Städten und Gemeinden bilden die Grundlage für langfristige, abgestimmte Maßnahmen der Grün- und Freiraumgestaltung in Stadt und Gemeinde. Gesucht waren individuelle Grün- und Landschaftsplanungen, die geeignet sind, die Grundlage für langfristige Umsetzungsmaßnahmen zu bilden und die funktionale, stadtgestalterische und ökologische Qualität der Stadt-oder Gemeindestruktur nachhaltig zu verbessern.

Grün im öffentlichen Raum

  • Grüne Wege und Plätze erhöhen die Attraktivität und Aufenthaltsqualität, verbessern das Mikroklima, haben eine lärmdämpfende Wirkung, können eine geschwindigkeitsreduzierende Wirkung entfalten und tragen auf vielfältige Weise zu einer höheren Lebensqualität bei. Gesucht waren beispielhafte Projekte von GRÜN im öffentlichen Raum, mit denen die stadtgestalterische und ökologische Qualität im Siedlungszusammenhang nachhaltig gesteigert wird.

Grün im halböffentlichen und privaten Raum

  • Grüne Freibereiche von Wohnungen und Arbeitsstätten erweitern die Hauptnutzung in den Freiraum, bieten Erholungsmöglichkeiten und Naturbezug, verbessern das Mikroklima und können im gesamtstädtischen oder -gemeindlichen Zusammenhang Elemente der landschaftlichen Vernetzung bilden. Gesucht waren Beispiele kreativer und nachhaltiger Gestaltung und Erhaltung halböffentlicher und privater Freibereiche.

Grün am Gebäude

  • Attraktive Dach- und Fassadenbegrünungen können nicht nur das Mikroklima des Gebäudes positiv beeinflussen, sondern leisten auch ihren Beitrag zur Verbesserung der gesamtklimatischen Bilanz. Daneben können zahlreiche positive gestalterische und funktionale Effekte erreicht sowie zusätzliche Aufenthaltsqualität gewonnen werden. Gesucht waren kreative, nachhaltige und kosteneffi ziente Lösungen für Gebäudebegrünungen.

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Auszeichnung der beispielhaften Projekte vom 29.10.2013Mehr

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